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02
Okt

Kinan Azmeh & Florian Weber / Multiphonics 8 + Gina Schwarz / Yom + IXI String Quartet

Multiphonics Festival 2021

Beginn 20:00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)
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Das Multiphonics Festival ist auch in diesem Jahr wieder zu Gast im Alten Pfandhaus und präsentiert an drei Tagen ein fantastisches Programm von Jazz bis Weltmusik. Die Tickets gelten jeweils für alle Konzerte an einem Festivaltag.

 

Multiphonics 8 + Gina Schwarz

Traditionell zählt das Projekt „Multiphonics 8“ von Annette Maye, der Künstlerischen Leiterin von Multiphonics, zu den Höhepunkten jeder Festivalausgabe. Dafür wird seit 2017 jährlich eine Komposition in Auftrag gegeben und eine besondere Komponistin/ein besonderer Komponist in den Mittelpunkt gestellt. Letztes Jahr ging der Auftrag an die österreichische Komponistin und Bassistin Gina Schwarz, die sich dafür vom britischen Folk-Sänger, Gitarristen und Komponisten Nick Drake inspirieren ließ. Zeitlebens galt Nick Drake (1948-1974) als Insider-Tipp der Folk-Szene, erst nach seinem frühen Tod avancierte er zum Kult-Star, nunmehr bewundert und gefeiert für die Schönheit, Transparenz und Tiefe seiner Musik. Drakes auf drei Studio-Alben erschienene Songs sind ebenso geprägt sind von verzweifelter Melancholie wie von zart aufkeimender Hoffnung, nun wurden sie für Gina Schwarz zum Ausgangspunkt ihrer kompositorischen Ideen. So wie Drake seine Alben teils wie eine Geschichte aufbaute, die mit jedem Kapitel etwas durchschaubarer und verständlicher wird, so lassen sich auch ihre neuen Kompositionen als eigenständiger Zyklus interpretieren. Nachdem im letzten Jahr Proben erste Aufnahmen und ein Konzert mit reduziertem Publikum stattfinden konnten, wird dieses Jahr hoffentlich in größerem Rahmen gespielt werden können.

Gina Schwarz – Komposition, Arrangement, db
Mona Matbou-Riahi – Bb-Cl
Steffen Schorn – K-Alt-Cl, BCl, Bb-Cl
Annette Maye – Bcl,Bb-Cl, Es-Cl
Thomas Savy – Bcl, Bb-Cl, S-Sax
Lucas Leidinger – p
Mahan Mirarab – g
Dirk-Peter Kölsch – dr
Daniel Manrique-Smith – fl

 

Kinan Azmeh & Florian Weber

Der syrische Klarinettist und Komponist Kinan Azmeh ist ein sinnlicher, ständig fragender und insistierender Grenzgänger zwischen musikalischen Traditionen. Pendelnd zwischen seiner Heimat und New York, wo er unter anderem seine New Yorker City Band leitet, ist sein getragenes Spiel von einer Schönheit geprägt, die tief berührt und wahre Glücksgefühle hervorrufen kann – um einen bereits im nächsten Augenblick eine nicht minder tiefe Trauer, ja Bestürzung spüren zu lassen. Wenn Azmehs Klangkunst von gefährdeten Lebenssituationen in seiner syrischen Heimat erzählt, überschlägt sich mitunter seine Klarinette, sie trillert, vital und atemlos, während sie sich die Tonleiter hinaufschraubt und zu bersten droht. Und dann doch wieder zu innerer Ruhe zurückfindet, lyrisch und nachdenklich, hoffnungsfroh und widerständig. Nun trifft Kinan Azmeh auf den Pianisten Florian Weber, und auch hier ist weit mehr zu erwarten als Kammermusik mit arabischen Grundtönen. Ein Gipfeltreffen zweier Virtuosen, die alle erdenklichen Gefühlsschattierungen ausloten.

Kinan Azmeh – Klarinette
Florian Weber – Klavier

 

Yom + IXI String Quartet

Yom ist maßlos, ohne anmaßend zu sein, unersättlich, ohne gierig zu sein, absolut, ohne sich als vollendet zu verstehen. Der Klarinettenvirtuose hat sich nichts weniger als der Suche nach dem Absoluten verschrieben, lotet musikalische Ästhetiken ständig neu aus, versetzt die vielfältigsten Klangtexturen in überraschend „andere“ Verhältnisse. Seine Reise führt ihn von den eigenen, traditionellen Klezmer-Interpretationen über Rock und Americana, klassische, zeitgenössische und elektronische Musik hin zu den grenzenlosen Möglichkeiten des Streichquartetts. Wobei er nie seine persönliche Vision von Musik aus den Augen verliert: die Annäherung an die menschliche Seele, das Bedürfnis nach Universalität und Spiritualität. Besonders das Streichquartett hat Yom immer wieder erneuert, wobei das 1994 von Régis Huby und Guillaume Roy gegründete Quatuor iXi zum kongenialen Partner wurde. Ihr Projekt „Illuminations“ verdichtet zum vorläufigen Höhepunkt: ein Werk zwischen westlicher klassischer Musik, zeitgenössischer Musik und der modalen Musik Osteuropas und des Nahen Ostens, angereichert mit dezenten Einflüssen von Pergolesi, Bach, Ligeti und Schostakowitch, vor allem aber dem markanten Klang von Yoms Hybridklarinette.

Yom – Klarinette, Komposition
Régis Huby – Violine, Arrangements
Albrecht Maurer – Violine
Guillaume Roy – Viola, Arrangements
Atsushi Sakaï – Violoncello

 

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